„Mundartmusik bezeichnet Musik, deren Texte in einem lokalen Dialekt verfasst sind.“ (Wikipedia)

In diesem Blog werden Künstler/Singer/Songwriter, die den Dialekt als Stilmittel für ihre Lieder benutzen, vorgestellt. Ob Pop- und Rockmusik, Reggae, Hip Hop, Schlager, Volksmusik – Dialekt kann man überall finden und darbieten. Mundart ist bestens geeignet, um in der Musik eingesetzt zu werden – sie unterstreicht die Persönlichkeit des Künstlers, steht für Offenheit und Ehrlichkeit. Der eigene Dialekt ist ein Alleinstellungsmerkmal, eine Besonderheit, eine spezielle Ausdrucksmöglichkeit, die dem Musiker zur Verfügung steht – er ist ein Merkmal, das unter den vielen heutzutage ähnlich klingenden Veröffentlichungen der Musikindustrie auffällt und wahrgenommen wird.

Hier werden Musiker (regionale und überregionale) und ihre Lieder zu hören und zu sehen sein. 
Wir erfahren wie und warum diese Songs entstanden sind.

Daniela Stamm

Seit meiner Jugend besuche ich regelmäßig verschiedenste Musikveranstaltungen. Ich bin neugierig auf neue Bands und Musiker und schaue und höre mir natürlich auch die „Klassiker“ immer wieder gerne an. Ich freue mich darauf, in diesem Blog die Freude und den Spaß an der Musik mit Euch/Ihnen zu teilen.

Dahöm & Daus

Neues Album von Siggi Juhasz und den Dukes

Nach den beiden erfolgreichen „Dahöm & Daus“- Konzerten auf Schloß Aschach und in Büchold haben sich die vier Musiker ins Studio gewagt. Sie haben getextet, probiert, gesungen, sich manchmal versungen, ihre Instrumente gespielt und am Ende ein Stück regionale Musikkultur geschaffen. Inspiriert durch verschiedene aus dem Leben gegriffene Themen, sind viele neue eigene Mundart-Songs entstanden, die sich mit dem Thema „Dahöm und Daus“ beschäftigen.

Konzert „Dahöm & Daus“ im Innenhof von Schloss Aschach im Mai 2018

Was ist „Dahöm & Daus“ eigentlich, was bedeutet das, was steckt dahinter?

Jeder der beteiligten Musiker hat dazu ein bisschen seine eigene Meinung, aber der Titel des Albums sollte sowohl die Freude am Daheimsein (der Heimat) wie den Spaß am Hinausgehen (der Fremde) vermitteln. Durchaus auch ambivalent. Benedikt Feser von den Dukes drückt das so aus: „Wenn du dahöm bist, wist du naus – und wenn du daus bist, wist du höm“

Alles in Allem steht „Dahöm & Daus“ für:

Dahöm:
– Lieder mit Texten in der eigenen Sprache/Dialekt
– engere Heimat

Daus:
– Lieder/Songs von überall
– Weltoffenheit
– Kulturaustausch

Hier ein kleiner Auszug der neuen Lieder:

Schicki Micki-Baby Text und Musik: Siggi Juhasz
Das alte Wirtshaus Text und Musik: Siggi Juhasz
Dahöm is Dahöm Text: Benedikt Feser, Musik: The Dukes

Es sind natürlich auch die für die Konzerte arrangierten Songs, wie z. B. der bekannte „Schnake-Blues“ (Siggi Juhasz) oder „Forever Young“ von Bob Dylan mit Textpassagen auf „baurisch“ (The Dukes) mit auf der CD.

Auch einen Gastmusiker haben sich die Jungs eingeladen. Frederik Raab, Vorsitzender des Musikvereins Büchold und Mitglied der „Bücholder Bläserbande“. Der junge Musiker verfügt über eine große stilistische Bandbreite und hat zwei Instrumentalstücke (Trompete und Flügelhorn) auf die CD gebracht. Die Songs wurden eingespielt und aufgenommen in Siggi Juhasz‘ Rosenbaum-Studio in Schwebenried.

Siggi Juhasz feilt an seiner britischen Konsole am Sound der Songs. Nicht leicht, da alle drei Dukes-Lieder live instrumentiert und eingesungen wurden. So bleibt in der Nachbearbeitung nicht mehr viel Spiel für die Tongestaltung. Dafür haben in der Gruppe eingespielte Songs oft mehr Seele.

Herausgekommen ist ein Album voller musikalischer Abenteuer, eine Art Wohnzimmerkonzert, das einem sofort ins Ohr geht. Man wird sozusagen in die familiäre Atmosphäre hineingezogen. Blues, Rock, Country, West Coast – alle musikalischen Stilrichtungen die Siggi und die Dukes beeinflusst haben sind in das Album mit eingeflossen.

Siggi und The Dukes hören zum ersten Mal den fertigen Mix

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie Menschen aller Altersklassen und Herkunft durch Musik zusammengebracht werden . Hier spielt Regionalität und die eigene Identität eine entscheidende Rolle. Jenseits des Mainstreams lokale Musikperlen wachsen zu lassen, das Gute im Überlieferten mit dem spannenden Neuen zu verschmelzen und als selbstwußter kleiner Teil des großen Ganzen die ausgetretenen musikalischen Pfade zu verlassen – das wurde mit diesem Album versucht und die Musiker freuen sich, wenn sich dadurch Liebhaber und Mitstreiter für die regionale Musikszene begeistern lassen.

Das Album „Dahöm & Daus“ :

Siggi Juhasz – Text, Gesang, Gitarre, Harp, Tonstudio

The Dukes (Benedikt Feser, Tobias Feser, Thomas Stamm) – Text, Gesang, Gitarre, Bass, Drums

Frederik Raab – Trompete, Flügelhorn

Die CD erscheint zum Konzert in der Stadthalle Arnstein am 04. Mai 2019.
Bleibt gespannt – wir halten Euch auf dem Laufenden.